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Wichtige Behördengänge nach der Geburt

Mit der Geburt kommen, neben der Entscheidung welche Krankenversicherung für das Kind genommen werden soll, noch viele weitere Anmeldungen und damit auch einige Behördengänge hinzu, die nach Geburt unverzüglich gemacht werden müssen.

Geburtsurkunde für das Baby

Der wichtigste Behördengang nach der Geburt, der sehr schnell erledigt werden kann, ist die Beantragung der Geburtsurkunde für das Baby. Diese wird im Normalfall direkt vom Krankenhaus aus beantragt. Die Ausstellung der Geburtsurkunde erfolgt dann vom Standesamt, welches für Ihren Wohnort zuständig ist.
Normalerweise erhält man hierfür ein Formular im Krankenhaus, womit man die Geburtsurkunde beantragt. Zusätzlich benötigt man noch den Personalausweis bzw. Reisepass und zahlt die Gebühr für die Erstellung der Geburtsurkunden. Man bekommt in der Regel einen Satz an Geburtsurkunden zugeschickt. Zusätzlich zu den normalen Urkunden sind auch eine oder zwei internationale Geburtsurkunden und Geburtsurkunden für die Beantragung des Kindergeldes und des Elterngeldes beigefügt.

Anmeldung des Babys beim Einwohnermeldeamt

Mit der Geburtsurkunde kann man das Baby beim zuständigen Einwohnermeldeamt anmelden. Oftmals schickt das Standesamt die Daten direkt an das Einwohnermeldeamt und man braucht nichts weiter tun, wodurch man sich einen weiteren Behördengang erspart. Es ist sinnvoll ca. 2 Wochen nach dem Erhalt der Geburtsurkunde beim Einwohnermeldeamt nachzufragen, ob die Anmeldung erfolgt ist.

Anmeldung des Babys bei der Krankenversicherung

Falls Ihr Baby in der privaten Krankenkasse versichert wird, denken Sie unbedingt an die zweimonatige Frist, um Ihr Kind rückwirkend ab Geburt anzumelden. Alle notwendigen Informationen dazu sind auf dieser Website zu finden.
Wenn das Kind in der GKV als weiteres Mitglied der Familie versichert wird, melden Sie es bei der zuständigen gesetzlichen Krankenversicherung an. Die zuständigen Formulare erhalten Sie normalerweise automatisch per Post, da die Krankenkasse für die Auszahlung des Mutterschutzgeldes zuständig ist.
Reisepass für das Baby beantragen
Beim Einwohnermeldeamt können Sie einen eigenen Reisepass für das Baby beantragen. Babys benötigen seit dem 26.06.2012 einen eigenen Pass. Die früheren Eintragungen in den Pass der Eltern sind nicht mehr möglich. Auch wenn Sie in ein EU-Land fahren, müssen Sie das Ausweispapier für das Baby mit sich führen.
Es gibt Kinderpässe, Personalausweise und Reisepässe. Abhängig von den Reiseplänen kann man das richtige Dokument beantragen, denn nicht jeder Pass gilt in jedem Land. Die Erstellung des Passes oder Ausweises ist problemlos und wird in der Regel sofort von den Einwohnermelde-, Bürger- oder Passämtern durchgeführt. Sie benötigen ein Passbild und eine Geburtsurkunde zur Erstellung.
Kinderfreibetrag in Lohnsteuerkarte eintragen lassen
Mit dem Neugeborenen erhalten Sie auch Steuervergünstigungen, die man mit der Eintragung auf der Lohnsteuerkarte geltend macht. Die Freibeträge wirken sich bei der Berechnung des Solidaritätszuschlags und auch bei der Berechnung der Kirchensteuer aus.
Bei der Lohnsteuererklärung kommt es automatisch zu der sogenannten Günstigerprüfung. Hier wird berechnet, ob der Freibetrag für das Kind (Erziehungs- und Betreuungsfreibetrag) eine höhere Ersparnis bringt als das im Kalenderjahr erhaltene Kindergeld. Falls das so ist, bekommt man vom Finanzamt die Differenz zwischen dem geringeren Kindergeld und der höheren Steuerersparnis erstattet.
Die elektronische Lohnsteuerkarte wurde zum 01. Januar 2013 bundesweit eingeführt. Die Gemeinde- bzw. die Stadtverwaltung meldet alle melderechtlichen Daten direkt an die Finanzverwaltung.
Es ist empfehlenswert, wenn immer derjenige den Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte einträgt, der das höhere Einkommen hat.
Beantragung von Kindergeld
Ab dem Geburtstag haben die Eltern einen Anspruch auf Kindergeld für Ihr Baby. Bei der zuständigen Familienkasse des Wohnortes oder auch online über die Website der Bundeagentur für Arbeit (http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Vordrucke/A09-Kindergeld/Publikation/V-Kg1-Antrag.pdf), kann man die entsprechenden Formulare zur Beantragung des Kindergeldes bekommen. Eine extra für die Familienkasse vorbereitete Geburtsurkunde ist in dem zugesendeten Satz von Geburtsurkunden enthalten. Die Antragsbearbeitung dauert im Regelfall zwischen 2 und 4 Wochen.
Beantragung von Elterngeld
Beiden Eltern stehen insgesamt 14 Monate Elterngeld zu, wobei ein Elternteil nur einen maximalen Anspruch auf 12 Monate Elterngeld hat.
Für die Beantragung des Elterngeldes ist die Elterngeldstelle der Stadt- oder Gemeindeverwaltung zuständig. Die Organisation erfolgt auf Länderebene und ist nicht einheitlich geregelt. Sie finden die notwendigen Informationen aber auch problemlos im Internet oder über die Website der Verwaltung.
Für den Antrag sind einige Unterlagen notwendig:
  • Geburtsurkunde
  • Mutterschaftsgeldbescheinigung
  • Gehalts- bzw. Einkommensnachweise
  • Arbeitgeberbescheinigung über Zuschuss zum Mutterschaftsgeld
Meldung der Geburt beim Arbeitgeber
Der Arbeitgeber muss ebenfalls über die Geburt informiert werden, insbesondere wenn Sie Elterngeld beantragen wollen. Viele Arbeitgeber geben auch Sonderurlaub für die Geburt eines Kindes. Bringen Sie bitte eine Kopie der Geburtsurkunde für die Personalverwaltung mit.
Falls das Kind in der privaten Krankenversicherung oder freiwillig in der GKV versichert ist, müssen die entsprechenden Beitragsbescheinigungen für den Arbeitgeber bei der Gehaltsabrechnungsabteilung vorlegt werden, damit man die Zuschüsse für den PKV-Vertrag des Kindes erhält. Eine Prüfung im nächsten Zahlungslauf, über die angepassten Zahlungen, ist empfehlenswert.